07.04.2007 >>> Vom Gefühl zur Bestzeit …
Erlebnisbericht von: tim grohmann

Ein youthClub-Bericht von Tim zu den RM in Birkenfeld vom 18.03.2007: Schon beim ersten Schritt vor die Tür hatte ich so ein Gefühl, das mir sagte, dass das heutige Rennen verdammt hart werden würde. Aber ich kümmerte mich nicht weiter um die Vorahnung. …

So brach unser kleiner Tross aus FCO-Athleten nach Birkenfeld zu den Rheinlandmeisterschaften Straße auf, um sich der Strecke und den Wetterbedingungen zu stellen.
Nach der Fahrt, auf der der Himmel zusehends dunkler und dunkler wurde, verlor Petrus jedwede Gnade mit uns. Denn zu dem starken Wind und der Kälte peitschte nun auch noch heftiger Regen auf uns nieder.

10 Minuten nach unserer Ankunft waren wir alle schon bis auf die Knochen durchnässt und suchten möglichst schnell Schutz in einem der Zelte im Start- und Zielbereich. Auch bis kurz vor dem ersten Lauf hatte sich die Wetterlage kaum gebessert und das Einlaufen kam Irgendwie bei allen zu kurz.

Und obwohl unsere ersten Starter Martin, Kim und Katharina noch ganz passable Rennen liefen, glaubte unser Coach wohl kaum mehr an Bestzeiten von seinen Sportlern. Doch dann kam Nicole und unterbot über die 10km ihre alte Bestzeit mit einer 48:44 um ein gutes Stück!

Damit wurde die Messlatte für uns Nachfolgende etwas höher gelegt. Aber es ist ja nicht so, als wäre das kein zusätzlicher Ansporn gewesen. Bestzeit sollte auch bei Patrick und mir drin sein. Start! Schon nach 2km, als sich das Feld etwas auseinander gezogen hatte, war man den Windböen und der Kälte fast schutzlos ausgesetzt.

„Ein Rennen gewinnt man zuerst im Kopf,“ zitierte ich mir immer wieder den Satz unseres Trainers. Das Gefühl in meinen Beinen verlor ich mehr und mehr mit jedem Kilometer, den ich lief (denn mir war verdammt kalt in meiner kurzen Hose), aber mein Ziel war wie ein wärmendes Feuer.

Und es gelang. Patrick kam nach hervorragenden 36:27 min. ins Ziel und ich folgte ihm gut 3 Minuten später. Das bedeutet auch für mich eine neue persönliche Bestleistung: 39:37 min.. Für so ein Gefühl, wie ich es jetzt im Zielkanal hatte, hätte ich mich immer wieder so leicht bekleidet durch Regen und Sturm gequält. Und war einfach nur glücklich.

Nicht ganz so euphorisch, wie ich, war Paul nach seinem Lauf gestimmt, denn er hatte seine Wunschzeit heute nicht erreicht. Er lief 50:32 min..

Später fuhren wir alle geschafft, aber doch zufrieden nach Hause zurück. Wir wussten wir hatten etwas geleistet.


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